Webflow SEO Einstellungen: So machst du deine Webseite suchmaschinenfertig
Inhaltverzeichnis
- Fertig gebaut, und dann diese eine Frage
- Wo du die SEO-Einstellungen in Webflow überhaupt findest
- Title Tag und Meta Description: Deine Visitenkarte in Google
- Sitemap-Indexierung aktivieren, sonst sieht Google deine Seite gar nicht
- Canonical URL richtig setzen, besonders wichtig beim Redesign
- Open Graph: So sieht dein Link auf LinkedIn, WhatsApp und Co. aus
- SEO für dein On-Site-Suchfeld
- Mein Workflow: Erst Staging, dann live
- Wenn dir die Formulierung schwerfällt: ChatGPT oder Claude Code nutzen
- Lass uns deine Website suchmaschinenfertig machen
Fertig gebaut, und dann diese eine Frage
Tachchen, meine lieben Freunde der Sonne. Kennst du diesen Moment beim ersten eigenen Webflow-Projekt, wenn wirklich fast alles steht? Die Sektionen sitzen, die Farben passen, die Texte sind drin, du lehnst dich zurück und denkst kurz, du bist fertig. Und dann, meistens genau in dem Moment, kommt die Frage, die vorher niemand auf dem Zettel hatte: Wie bestimme ich eigentlich, was Google von meiner Seite anzeigt? Und was passiert überhaupt, wenn ich meinen Link auf LinkedIn teile, taucht da irgendein zufälliges Bild auf, oder kann ich das selbst steuern?
Bei mir war das genau so. Erst als die Website optisch fertig war, hab ich gemerkt, wie viel im Hintergrund noch offen ist, Dinge, die man von außen gar nicht sieht, die aber entscheiden, ob dich überhaupt jemand findet. Deshalb geh ich mit dir in diesem Artikel einmal komplett durch, wo du in Webflow die Suchmaschinen-Einstellungen findest, wie du Title Tag und Meta Description richtig setzt, wie du deine Sitemap zur Indexierung freigibst, wie Canonical URLs funktionieren (besonders wichtig, wenn du gerade von WordPress oder einem anderen System umziehst), und wie du mit Open Graph bestimmst, wie dein Link auf Social Media aussieht.
Ich bin keine SEO-Expertin im klassischen Sinn, technisches SEO baue ich dir aber gerne von A bis Z auf. Wenn du selbst SEO-Profi bist und beim Lesen noch was ergänzen willst, immer her damit. Für alle anderen: Nimm dir eine Brause, einen Tee oder Kaffee, und lass uns das gemeinsam durchgehen.
Webflow für Einsteiger, so startest du kostenlos →
Wo du die SEO-Einstellungen in Webflow überhaupt findest
Bevor wir in die einzelnen Felder gehen, kurz die Landkarte, damit du dich in Webflow zurechtfindest.
- Logg dich in dein Webflow-Projekt ein und öffne den Designer.
- Drück entweder die Taste P auf deiner Tastatur, oder klick links in der Seitenleiste auf das Pages-Icon.
- Du siehst jetzt alle deine Seiten aufgelistet, auch CMS-Collections, falls du welche angelegt hast.
- Wähl die Seite aus, die du bearbeiten willst, zum Beispiel deine Startseite, und klick auf das kleine Zahnrad-Symbol daneben.

Genau dort, in den Page Settings, spielt sich alles ab, worum es in diesem Artikel geht. Title Tag, Meta Description, Open Graph, Canonical URL, Sitemap-Indexierung. Alles sauber an einem Ort, pro Seite einzeln einstellbar.
Falls du Webflow bereits kostenpflichtig abonniert hast, bietet dir die Plattform an dieser Stelle sogar eine KI-Funktion an, die dir Vorschläge generiert. Mein Stand ist aktuell, dass diese Funktion nur auf Englisch übersetzt läuft, weshalb ich lieber selbst formuliere. Sollte sich das inzwischen geändert haben, korrigier mich gerne in den Kommentaren auf YouTube.
Title Tag und Meta Description: Deine Visitenkarte in Google
Der Title Tag ist der Titel deiner Seite, so wie er blau und klickbar in den Google-Suchergebnissen erscheint. Die Meta Description ist die kurze Beschreibung direkt darunter, die den Besuchern verrät, was sie auf der Seite erwartet.
Für beide Felder gilt eine Faustregel, die du dir merken solltest:
- Title Tag: unter 60 Zeichen
- Meta Description: unter 160 Zeichen
Wenn du deinen Text länger schreibst, schneidet Google ihn einfach mittendrin ab, und das sieht dann meistens nicht sonderlich elegant aus. Ich zieh das selbst auch manchmal ein bisschen länger, als ich sollte. Mach das lieber nicht wie ich, sondern halt dich an das Limit.
So gehst du konkret vor:
- Öffne die Page Settings der Seite, die du bearbeiten willst.
- Trag im Feld Title Tag einen Titel ein, der zum Inhalt der Seite passt und wenn möglich ein relevantes Keyword enthält.
- Trag im Feld Meta Description eine Kurzbeschreibung ein, die zusammenfasst, was die Besucherin auf dieser Seite findet.
- Fahr mit dem Cursor über die kleinen Fragezeichen neben den Feldern. Webflow gibt dir dort direkt hilfreiche Tipps zu den jeweiligen Feldern.

Auf meiner eigenen Startseite steht zum Beispiel "Kim Weber Branding Webdesign in Berlin" als Title Tag. Kurz, klar, mit den wichtigsten Begriffen, ohne Geschwafel drumherum. Genau danach solltest du auch deine eigenen Seiten benennen: Was ist das Wichtigste, das jemand über diese Seite wissen muss, bevor er überhaupt klickt?
Wichtig dabei: Jede Unterseite braucht ihren eigenen Title Tag und ihre eigene Meta Description. Kopier hier nicht einfach denselben Text von der Startseite auf jede weitere Seite, sonst weiß Google am Ende gar nicht mehr, welche Seite wofür eigentlich relevant sein soll.
5 Dinge die eine gute Startseite wirklich braucht →
Sitemap-Indexierung aktivieren, sonst sieht Google deine Seite gar nicht
Bevor du deine Website launchst, checke unbedingt, ob die Seite zur Indexierung in der Sitemap freigegeben ist. Das ist ebenfalls ein Punkt in den Page Settings, direkt in der Nähe der anderen SEO-Felder.
Wenn diese Freigabe fehlt, gibst du Google und den anderen Suchmaschinen praktisch keine Erlaubnis, deine Seite überhaupt zu scannen. Die Folge: Sobald du deine Website mit der Google Search Console verknüpfst, meldet dir die Konsole irgendwann, dass mehrere Seiten nicht indexiert sind. Nicht weil etwas kaputt ist, sondern weil du selbst die Tür zugelassen hast.
Geh also einmal jede wichtige Seite durch und stell sicher, dass die Sitemap-Indexierung aktiviert ist, überall dort, wo du auch tatsächlich gefunden werden willst. Bei internen Seiten, die niemand über Google finden soll, zum Beispiel eine reine Dankeseite nach einem Formular-Abschluss, kannst du diesen Schalter bewusst deaktiviert lassen.

Canonical URL richtig setzen, besonders wichtig beim Redesign
Jetzt kommen wir zu dem Feld, das ich bis heute nicht fehlerfrei aussprechen kann: Page Canonical Tag. Ehrlich gesagt, mag das jetzt für die eine oder den anderen nach schlechter Webdesignerin klingen, aber ich krieg das Wort einfach nicht über die Lippen. Was dahintersteckt, solltest du trotzdem checken.
Mit der Canonical URL sagst du der Suchmaschine, welche Adresse die offizielle Ursprungsquelle für diesen Inhalt ist. Das wird vor allem dann wichtig, wenn du gerade ein Redesign machst oder deine neuen Texte den alten sehr ähnlich sind.
Versetz dich einmal in die Situation, dass du vorher bei WordPress warst und jetzt zu Webflow wechselst. Irgendwo im Netz liegen dann noch alte WordPress-Dateien oder URLs rum, die Google eventuell längst kennt. Ohne Canonical Tag crawlt die Suchmaschine womöglich diese uralten Reste mit und weiß nicht, welche Version eigentlich die aktuelle ist.
So gehst du vor:
- Öffne die Page Settings deiner Seite.
- Trag im Feld Page Canonical Tag die aktuelle, korrekte URL dieser Seite ein, also deine neue Webflow-Domain.
- Wiederhol das für alle Seiten, die inhaltlich einer älteren Version sehr ähnlich sind.
Damit sagst du der Suchmaschine im Grunde: Halt dich bitte an genau diese Version. Aller andere, ältere Content ist ab jetzt hinfällig, wir schauen nur noch auf diese eine Ursprungsquelle. Wenn du einen SEO-Experten oder eine SEO-Expertin an der Hand hast, lass dir das bei einer größeren Migration gerne nochmal im Detail bestätigen. Für den Standardfall reicht diese Einstellung völlig aus.
Open Graph: So sieht dein Link auf LinkedIn, WhatsApp und Co. aus
Jetzt kommen wir zu dem Teil, den viele am spannendsten finden, weil er direkt sichtbar wird, sobald du deinen Link irgendwo teilst. Open Graph regelt, wie deine Website in der Vorschau auf Social Media und in Messengern aussieht, also auf LinkedIn, in WhatsApp-Chats, in Facebook-Gruppen oder überall sonst, wo du deinen Link postest.
Der große Unterschied zu den Google-Feldern von vorhin: Bei Open Graph kannst du zusätzlich ein Bild hinterlegen, das genau bei dieser Vorschau erscheint.
So richtest du das ein:
- Öffne die Page Settings der Seite, die du teilen möchtest, zum Beispiel deine Über-mich-Seite.
- Trag im Feld Open Graph Title einen eigenen Titel für die Vorschau ein. Der kann, muss aber nicht identisch mit deinem Title Tag sein.
- Trag im Feld Open Graph Description eine passende Kurzbeschreibung ein.
- Lad unter Open Graph Image ein Bild hoch, das genau diese Seite repräsentiert.
- Speichern, veröffentlichen, testen.

Bei der Bildgröße gilt eine feste Empfehlung: 1200 x 630 Pixel, also ein Seitenverhältnis von 1,91 zu 1. Leg dir das Bild in Photoshop, Affinity oder einem anderen Tool deiner Wahl in genau dieser Größe an, achte auf ordentliche Abstände oben, unten, links und rechts, und lad es danach in Webflow hoch.
Ein Beispiel aus meinem eigenen Projekt: Auf meiner Über-mich-Seite habe ich den Open Graph Title so gesetzt, dass klar wird, dass es sich um die Seite über Kim Weber, Branding und Webdesign aus Berlin handelt, kombiniert mit einem passenden Vorschaubild. Wenn ich diesen Link jetzt auf LinkedIn teile, erscheint genau dieses Bild mit genau diesem Text, nicht irgendein zufälliger Screenshot, den die Plattform sich selbst zusammensucht.
Was ist eine Website wirklich →
SEO für dein On-Site-Suchfeld
Falls deine Website ein eigenes Suchfeld hat, über das Besucherinnen direkt auf deiner Seite nach Inhalten suchen können, findest du auch dafür eine passende Einstellung in den Page Settings. Nicht jede Website braucht das, viele kleinere Business-Seiten kommen ohne aus, aber bei größeren Seiten mit vielen Unterseiten oder einem Blog lohnt sich ein Suchfeld durchaus.
Du kannst dort ein Häkchen setzen und sagen: Übernimm einfach den SEO Title Tag und die Meta Description, die ich oben schon für diese Seite hinterlegt habe. Oder du bestimmst für die Suchergebnisse auf deiner eigenen Website einen eigenen, unabhängigen Text.
Versetz dich einmal in die Lage deiner Besucherin: Was würde sie in dein Suchfeld eingeben, und wie sollte das Ergebnis dann aussehen? Genau diese Formulierung trägst du hier ein.
Mein Workflow: Erst Staging, dann live
Bevor irgendetwas live geht, geh ich einmal komplett durch alle Seiten durch und kümmere mich um sämtliche SEO-Einstellungen, meistens auf der Staging-Domain von Webflow. Erst wenn alles sitzt, Title Tags, Meta Descriptions, Sitemap-Indexierung, Canonical URLs und Open Graph, drück ich auf Publish und veröffentliche auf der eigentlichen Domain.
So gehst du dabei am sinnvollsten vor:
- Bearbeite alle Page Settings zunächst auf der Staging-Seite, ganz in Ruhe, ohne Zeitdruck.
- Schau dir das Ergebnis auf der Staging-Domain im Browser an.
- Wenn du deine echte Domain schon mit der Google Search Console verknüpft hast und die Indexierung dort erlaubt ist, drück auf Publish.
- Kontrollier danach nochmal live, ob alles so angezeigt wird, wie du es dir vorgestellt hast.
Der Vorteil an dieser Reihenfolge: Du launchst nur einmal richtig, statt hinterher an zehn verschiedenen Stellen nachzubessern, während deine Seite schon öffentlich zugänglich ist.
Wenn dir die Formulierung schwerfällt: ChatGPT oder Claude Code nutzen
Nicht jedem fällt es leicht, aus dem Stand einen knackigen Title Tag oder eine treffende Meta Description zu formulieren, die auch noch unter dem Zeichenlimit bleibt. Ein Trick, der mir dabei regelmäßig hilft: Ich beschreib meiner KI, worum es auf der jeweiligen Seite geht, und lass mir konkrete Vorschläge machen.
So könnte dein Prompt aussehen: „Ich brauche für meine neue Webflow-Website, für die Startseite, einen Title Tag unter 60 Zeichen, eine Meta Description unter 160 Zeichen, sowie einen Open Graph Title und eine Open Graph Description. Der Inhalt der Seite ist folgender: [hier deine Seiteninhalte einfügen]."
Ob du dafür ChatGPT nutzt oder direkt in Claude Code arbeitest, ist am Ende Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass du die Vorschläge danach nochmal selbst gegenliest und an deine eigene Sprache anpasst, damit es nicht nach generischem KI-Text klingt, sondern nach dir.
Webflow ist das Richtige für mich →
Lass uns deine Website suchmaschinenfertig machen
Wenn du das bis hierhin durchgearbeitet hast, hast du schon die wichtigsten Grundlagen für deine Webflow SEO Einstellungen im Griff. Title Tag, Meta Description, Sitemap-Indexierung, Canonical URL und Open Graph sind genau die Stellschrauben, die darüber entscheiden, wie du in Google gefunden wirst und wie professionell dein Link aussieht, sobald ihn jemand teilt.
Ich bin keine reine SEO-Expertin, technisches SEO baue ich dir aber von Grund auf zuverlässig auf. Wenn du gerade dabei bist, deine Website zu launchen oder zu überarbeiten, und dir unsicher bist, ob du wirklich alles richtig eingestellt hast: Buch dir ein unverbindliches Erstgespräch, dann schauen wir uns das gemeinsam an.
Falls du künftig keine Webflow-Tutorials mehr verpassen willst: Abonnier gerne meinen YouTube-Kanal, dort zeig ich regelmäßig weitere kleine und größere Webflow-Kniffe. Und falls du selbst Webflow-Designerin bist oder gerade erst einsteigst: Ich such händeringend nach mehr Frauen in diesem Bereich. Schreib mir gerne, wo du gerade stehst, ich freu mich über jeden Austausch.
Häufig gestellte Fragen und Antworten
01.
Wo finde ich die SEO-Einstellungen in Webflow genau?
Im Designer, entweder über die Taste P oder das Pages-Icon links in der Seitenleiste. Wähl die gewünschte Seite aus und klick auf das Zahnrad-Symbol daneben, dort liegen alle Page Settings inklusive SEO-Bereich.
02.
Muss ich für jede Unterseite einzeln Title Tag und Meta Description ausfüllen?
Ja. Jede Seite braucht ihre eigene, individuelle Beschreibung, sonst weiß Google nicht, wodurch sich deine Unterseiten inhaltlich voneinander unterscheiden.
03.
Was passiert, wenn ich die Sitemap-Indexierung nicht aktiviere?
Dann gibst du Suchmaschinen keine Erlaubnis, diese Seite zu crawlen. Sie taucht dann in der Google Search Console als nicht indexiert auf und erscheint auch nicht in den Suchergebnissen.
04.
Brauche ich unbedingt eine Canonical URL, wenn ich neu starte und keine alte Website hatte?
Zwingend notwendig ist sie in dem Fall nicht, schaden tut sie trotzdem nicht. Besonders wichtig wird sie, sobald du ein Redesign machst oder von einer anderen Plattform wie WordPress umziehst.
05.
Warum sieht mein Link in WhatsApp oder LinkedIn nicht so aus, wie ich es eingestellt habe?
Meistens liegt es daran, dass die Seite noch nicht neu veröffentlicht wurde oder die Plattform eine ältere, zwischengespeicherte Version deiner Vorschau anzeigt. Ein erneutes Publish in Webflow und ein bisschen Geduld lösen das Problem in der Regel.
06.
Welche Bildgröße sollte ich für Open Graph Bilder verwenden?
1200 x 630 Pixel, also ein Seitenverhältnis von 1,91 zu 1. Diese Größe wird von den meisten Plattformen sauber ausgespielt, ohne dass dein Bild beschnitten oder verzerrt wird.
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